Die variablen Abschwächer der Serie M-935 zeichnen sich durch ihren großen dynamischen Bereich, ihre breitbandige Transmission und ihre hohe Zerstörschwelle bei minimaler Strahlablenkung aus. Newport bietet Versionen mit 3mm, 5 mm und 10 mm Apertur an. Sie basieren auf dem Prinzip der Fresnel-Reflexion von vier unbeschichteten Fused-Silica-Keilen, die gegeneinander verdreht werden.
Die Versionen mit 3 mm und 5 mm Apertur gibt es mit verschiedenen Mikrometer-Antrieben. Außerdem lassen sie sich problemlos mit motorischen Antrieben, beispielsweise CMA-25CC oder LTA-HS, ausstatten, während die Version mit 10 mm Apertur einen manuellen Verstellknopf besitzt.
Die maximal zulässige Leistung wird ausschließlich durch die Zerstörschwelle von Fused Silica bestimmt, während die Durchschnittsleistung durch die Wärmeabfuhr des Gehäuses begrenzt wird.
Mit den Montagewinkeln 935-B und 935-LB lässt sich der Abschwächer so montieren, dass die Polarisation des Eingangsstrahls um 90° gedreht werden kann.
Funktionsweise
Der einfallende kollimierte Laserstrahl trifft auf eine keilförmige Platte und erfährt eine Fresnel-Reflexion, die sich über den Einfallswinkel Qt ändert. Eine einzelne keilförmige Platte ist jedoch nicht praktisch, da sich die Ablenkung des Ausgangsstrahls mit dem Winkel ändert und der dynamische Bereich klein ist. Durch eine sorgfältig angeordnete symmetrische Konstruktion mit zwei sich gegeneinander drehenden Paaren von Keilplatten ensteht ein Abschwächer, bei dem der Ausgangsstrahl nicht aus der ursprünglichen Richtung abgelenkt wird und dessen dynamischer Bereich viermal so groß ist wie bei einer einzelnen Platte. Bei kleinen Keilwinkeln erreicht man eine Abschwächung nahe 0, wenn Qt den Brewster-Winkel Qb erreicht. Die Abschwächung für beide Polarisationsrichtungen steigt bis zum streifenden Einfall weiter an.
Das Diagramm zeigt den großen dynamischen Bereich als Funktion des Winkels.
Quelle: K. Bennett and R.L. Byer. Appl. Opt. pp 2408-12, Vol. 19. 15 July, 1980.