Abb. 1 Auswirkung von UV-Bestrahlung auf Fused Silica und solarisationsbeständige Fasern
Abb. 2 Relative Transmission einer 2 m langen Solarisations-resistenten Faser über Zeit.
Was verursacht Solarisation?
Solarisation tritt bei Wellenlängen unter 260 nm auf. Hochenergetische UV-Photonen führen dabei zu Defekten, die merkliche Transmissionsverluste bei kürzeren Wellenlängen verursachen. Die Faser läßt sich bei Wellenlängen unter 260 nm nicht mehr verwenden. Dieser Effekt kann für einen bestimmten Zeitraum reduziert werden, indem in den Silicakern der Faser bei sehr hohen Temperaturen Wasserstoff eingeleitet wird. Beim Betrieb diffundiert der Wasserstoff allmählich nach außen und die Fasern solarisieren.
Bevor sie benutzt wird, muss die Faser 5 Minuten lang mit der UV-Strahlungsquelle belichtet werden, um die Erstdegradation und die Bildung der Si-H-Bindungen zu ermöglichen. Nach diesem Zeitraum wird das Gleichgewicht erreicht und die Faser kann eingesetzt werden. Um ihre Lebensdauer zu verlängern, sollte die Faser bei tiefen Temperaturen gelagert werden, wenn sie nicht verwendet wird.