Merkmale
- Höhere Leistungsfähigkeit als Singlettlinsen
- Nahezu konstante Brennweite über den sichtbaren Spektralbereich
- Hervorragende Abbildungsqualität im Bildfeld
- Ein- oder mehrlagige Entspiegelungen
- Standarddurchmesser und -brennweiten wie bei Singlettlinsen
Achromatische Dublettlinsen bieten bei Abbildungen und Strahlformungen im sichtbaren Wellenlängenbereich eine wesentlich höhere Leistung als Singlettlinsen. Präzise Spezifikationen und enge Fertigungstoleranzen gewährleisten höchste Abbildungsqualität. Durch die rechneroptimierte Minimierung der Aberrationen lassen sich kleinste Spotgrößen realisieren. Die meisten Achromatlinsen sind für die angegebenen Wellenlängen beugungsbegrenzt. Achromatlinsen mit kürzerer Brennweite erreichen beugungsbegrenzte Abbildung bei hoher f-Zahl.
Eine achromatische Dublettlinse besteht aus einer positiven Kronglaslinse mit niedrigem Brechungsindex, die mit einer negativen Flintglaslinse mit hohem Brechungsindex verkittet ist. Die beiden Elemente sind so ausgewählt, dass die chromatische Aberration kompensiert wird: Die Brennweite ist bei zwei ausgewählten Wellenlängen (üblicherweise im blauen und roten Spektralbereich) identisch und im gesamten sichtbaren Spektralbereich praktisch konstant. Alle Achromate gibt es mit einer breitbandigen, einlagigen MgF2-Entspiegelung, die die Transmission über den gesamten sichtbaren Spektralbereich verbessert, oder auch mit einer mehrlagigen Entspiegelung (AR.14) für noch bessere Transmission.
Das rechneroptimierte Linsendesign reduziert sphärische Aberration und Koma bei unendlichem Konjugationsverhältnis auf ein Minimum. Im Gegensatz zu Singlettlinsen ergibt sich eine konstante Brennweite unabhängig von der Apertur und eine wesentlich höhere Abbildungsqualität im Bildfeld. Frei von sphärischer Aberration und Koma, eignen sich Achromatlinsen noch besser als Singlettlinsen für alle monochromatischen Anwendungen im sichtbaren Spektralbereich. Bei 1064 nm erhöht sich die Brennweite um etwa 0,75%. Eine Achromatlinse ist zwar bei 1064 nm nicht mehr beugungsbegrenzt, weist aber immer noch eine höhere Leistung auf als eine Singlettlinse.
Für die Bildübertragung und die optische Signalverarbeitung bietet Newport eine speziell dafür ausgelegte symmetrische, achromatische Triplettlinse für ein Konjugationsverhältnis von 1:1 an (PAC076). Diese Linse arbeitet bei 488 nm, 514,5 nm und 632,8 nm beugungsbegrenzt.
Standarddurchmesser erlauben eine einfache Montage in Newport's Optikhalter für den Testaufbau im Labor. Die Achromatlinsen können Singlettlinsen in demselben Aufbau einfach ersetzen. Dadurch können komplexe Experimente zuerst mit einfachen Linsen geprüft und danach mit Achromatlinsen durchgeführt werden.